Die M+E Industrie in Hessen im Jahr 2016

Umsatz wächst minimal auf 57,3 Mrd. Euro // Auslandsgeschäfte retten Einbrüche im Inland // Beschäftigungszuwachs stabil

Frankfurt am Main. Die Wellblechkonjunktur der hessischen Metall- und Elektro-Industrie setzte sich auch im Jahr 2016 weiter fort. Insgesamt erzielten die hessischen M+E-Betriebe einen Gesamtumsatz von 57,3 Mrd. Euro – nur 0,7 Prozent mehr als 2015.

Auch das schwache Plus von einem Prozent bei den Auftragseingängen verdeutlicht die anhaltende Seitwärtsbewegung. Einzig die kontinuierlich ansteigenden Beschäftigungszahlen zeigten im Jahresverlauf eine verhaltene aber dennoch stabile Entwicklung von durchschnittlich 0,3 Prozent.

Ausland ist Treiber der Auftragseingänge

Die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie hatten im Jahr 2016 mit heftigen Schwankungen bei den Auftragseingängen zu kämpfen. Nur dank der starken Positivimpulse bei den Auslandsorders von durchschnittlich 3,1 Prozent konnte der Rückgang der inländischen Aufträge von minus einem Prozent aufgefangen werden. Insgesamt standen 2016 genau ein Prozent mehr Aufträge in den M+E-Büchern als im Jahr zuvor.

Umsatz stagniert

Ebenso unstetig wie die Entwicklung der Auftragseingänge zeigte sich der Umsatzverlauf 2016. Auch hier dominierte das Auslandsgeschäft mit einem Plus von 3 Prozent über einem schwachen Inlandsumsatz, der gegenüber 2015 um 1,7 Prozent zurückging. Dementsprechend erzielte die hessische M+E-Industrie mit 0,7 Prozent nur unwesentlich mehr Umsatz als im Vorjahr. Insgesamt flossen knapp 57,3 Mrd. Euro in die Kassen der M+E-Betriebe. Diese auslandsgetriebene Entwicklung schlägt sich auch in der Exportquote nieder, die mit 52,7 Prozent deutlich höher liegt als noch 2015 (51,5 Prozent).

Von den insgesamt 57,3 Mrd. Euro Umsatz entfielen 28 Prozent auf die Automobilhersteller, 17 Prozent auf den Maschinenbau, 13 Prozent auf die Metallerzeugung und -bearbeitung sowie 10 Prozent auf die Herstellung von Metallerzeugnissen und 8 Prozent auf die Herstellung von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnisse.

Beschäftigung bleibt auf Kurs

Waren im Januar bereits 0,2 Prozent mehr Menschen in der hessischen Metall- und Elektro-Industrie beschäftigt, konnte sich die Beschäftigungsentwicklung im Verlauf des Jahres noch weiter beschleunigen – im vierten Quartal 2016 auf zuletzt 0,4 Prozent. Im Jahresdurchschnitt arbeiteten 2016 damit knapp 212.840 Personen in den hessischen M+E-Betrieben.



Größte Arbeitgeber waren im Jahr 2016 unverändert die Automobilhersteller mit 25 Prozent und der Maschinenbau mit 19 Prozent. Ähnlich viele Mitarbeiter waren bei den Herstellern von Metallerzeugnissen (13 Prozent) beschäftigt, ebenso wie bei den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (11 Prozent).

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