Die Exporte der hessischen M+E-Industrie stagnierten auch 2016

Niederlande vor UK, USA, Frankreich und China

Frankfurt am Main. Die hessischen Exporte von M+E Produkten summierten sich im Jahr 2016 auf 27,139 Mrd. €. Sie stagnierten damit im dritten Jahr in Folge.

Fünf Länder liegen beim Exportvolumen nahe beieinander. Sie waren 2016 mit 40 Prozent Anteil am Gesamtexport die wichtigsten Abnehmerländer. Überraschender Spitzenreiter waren die Niederlande mit rd. 2,5 Mrd. € und 9,2 Prozent, gefolgt vom Vereinigten Königreich (UK) mit rd. 2,4 Mrd. € und 8,8 Prozent, den Vereinigten Staaten mit 2,3 Mrd. € und 8,3 Prozent, Frankreich mit rd. 2 Mrd. € und 7,2 Prozent sowie China mit 1,8 Mrd. € und 6,5 Prozent. 

Quelle: DESTATIS. Für Hessen werden deutlich höhere Importe als Exporte ausgewiesen, weil über den Frankfurter Flughafen viele Güter nach Hessen „importiert“, aber zu einem nicht quantifizierbaren Teil in andere Bundesländer weiterverteilt werden.

„Der Erfolg der M+E-Industrie, als größter deutscher und hessischer Industrie, basiert maßgeblich auf dem Exportgeschäft. Dabei ist die breite Diversifikation der Exportmärkte eine gute Risikostrategie. Aber BREXIT, Protektionismus-Ankündigungen Trumps und drohende nationalstaatliche Handelstendenzen in den Niederlanden und Frankreich sind die aktuell herausfordernden Risikofaktoren. Während die Exporte stagnieren, steigen die Direktinvestitionen der M+E-Industrie – bedauerlicherweise in den letzten Jahren eher kosten- und nicht marktgetrieben. Angesichts der stark gestiegenen Lohnkosten und der gesunkenen Produktivität brauchen wir in Deutschland wieder mehr Mut, Wirt¬schaft zu wagen, mehr Investitionsfreundlichkeit und weniger regulierende Umverteilung. International zeigt dieses Tableau, wie wichtig die Stärkung des europäischen Binnen-marktes und des politischen Zusammenhalts innerhalb der EU ist“, resümierte Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer von HESSENMETALL.

Gestiegene Ausfuhren

Wachstumsmärkte waren für die hessischen Metall- und Elektrounternehmen China, die Niederlande und die Vereinigten Staaten.

China ist nach dem deutlichen Rückgang im letzten Jahr wieder mit einem Plus von knapp 17 Prozent im Aufwind











Die hessischen M+E-Exporte in die Niederlande sind im dritten Jahr in Folge gestiegen, 2016 um über 6 Prozent auf den bisherigen Höchststand.










Der von vielen befürchtete Trump-Effekt spiegelt sich (noch) nicht in den Zahlen des hessischen M+E-Außenhandels wieder. Die M+E-Exporte wurden 2016 um 4 Prozent gesteigert.



 


Gesunkene Ausfuhren

Die Ausfuhren nach Großbritannien sinken seit dem Höchststand von vor drei Jahren um insgesamt fast ein Viertel, 2016 um minus 13 Prozent.











Die hessischen M+E-Exporte nach Frankreich bewegen sich seit Jahren ziemlich stabil um die Marke 2 Mrd. €., sind aber 2016 um 4,5 Prozent gesunken.

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