Wettbewerb um den besten Praktikumsbericht 2016/17

Ehrung der Osthessensieger bei der manroland sheetfed GmbH in Mühlheim

Im Wettbewerb um den besten Praktikumsbericht aus einem Schülerbetriebspraktikum wurden die Osthessensieger im Senefelderhaus der manroland sheetfed GmbH in Mühlheim geehrt. Die Preisgelder für die Sieger stellte die Bezirksgruppe Offenbach und Osthessen des Arbeitgeberverbandes HESSENMETALL zur Verfügung.

„Die Berufswahl ist eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben. Sie stellt die Weichen für das gesamte spätere Arbeitsleben. Eine gute Vorbereitung hilft dabei, hier einen Fehlstart zu vermeiden. Auf Internetplattformen, in Broschüren und auf Messen gibt es Antworten auf so ziemlich alle Fragen die Berufswahl betreffend, aber nur ein Betriebspraktikum gewährt einen praktischen Einblick in die Arbeitswelt mit seinen täglichen Abläufen und Herausforderungen und ist deshalb immens wichtig. Der Praktikumsbericht ist die Aufarbeitung der gesammelten Eindrücke“, unterstreicht Hans-Joachim Jungbluth, Geschäftsführer der Bezirksgruppe Offenbach und Osthessen von HESSENMETALL, die Bedeutung von Praktikum und Praktikumsbericht.

Über regionale Wettbewerbe in ihrer Heimatregion – Hanau, Steinau-Schlüchtern, Gelnhau-sen, Offenbach-Stadt, Landkreis Offenbach-Ost, Landkreis Offenbach-West - qualifizierten sich die Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme am Endausscheid der Region Osthessen. Die Ehrung erfolgt nach Schulformen.

„Die Qualität der Wettbewerbsbeiträge verbesserte sich in den letzten Jahren auffällig. Das zeigt, dass dem Schülerpraktikum eine zunehmende Bedeutung beigemessen wird. Auch die Intensität der Vorbereitung, Betreuung und Auswertung des Praktikums hat sich spürbar in den Schulen erhöht“, ergänzt Reinhold Maisch, Geschäftsführer von SCHULEWIRTSCHAFT Osthessen.

Der Praktikumsbericht ist fester Bestandteil eines jeden Schülerbetriebspraktikums im Rahmen der schulischen Berufsorientierung. Ziel des Wettbewerbs ist die intensivere Auseinandersetzung mit den Erlebnissen und Eindrücken während des Betriebspraktikums. Damit sollen falschen Vorstellungen vom späteren Berufsalltag im vermeintlichen Traumberuf vermieden werden.

„Jedes Jahr brechen rund zwanzig Prozent der Berufsanfänger innerhalb der ersten drei Monate ihre gerade erst begonnene Ausbildung ab. Die Gründe für diese Entscheidung sind ganz verschieden. Hier reicht die Spanne vom Berufsalltag über die Arbeitszeit bis hin zu Arbeitsinhalten. Die Unternehmen bemängeln auf der anderen Seite bei den Berufsanfängern unzureichendes Grundwissen und falsche Vorstellungen. Genau deshalb sind Praktika so wichtig. Sie geben einen guten Einblick in das Berufsleben und fördern die Kommunikation zwischen Schule und Wirtschaft. Auch wenn die Schülerinnen und Schüler bei einem Praktikum feststellen, dass sie in das ausgewählte Berufsfeld nicht einsteigen wollen, ist das für alle Beteiligte ein großer Gewinn. Denn so werden Fehlentscheidungen eingeschränkt, Ausbildungsplätze nicht blockiert und Misserfolge, Ärger oder Stress auf beiden Seiten vermieden“, erklärt Jungbluth weiter.

Vor der Veranstaltung hatten die Schülerinnen und Schüler und ihre Begleitpersonen die Möglichkeit den InfoTruck der Metall- und Elektro-Industrie zu besichtigen. Die rollende Berufsberatung der Branche macht für drei Tage in dem Unternehmen Station.

Die Arbeitskreise SCHULEWIRTSCHAFT Osthessen riefen den Wettbewerb im Jahr 2000 ins Leben. Von Beginn an unterstützt die Bezirksgruppe Offenbach und Osthessen den Wettbewerb und stiftet die Preisgelder für die Sieger. Eine Jury aus Lehrkräften und Vertretern der Wirtschaft bewertete die Praktikumsberichte nach vorgegebenen Kriterien. Die Schülerinnen und Schüler konnten maximal 30 Punkte erreichen. In das Urteil flossen die formale Struktur (maximal acht Punkte), der Inhalt (maxi-mal 12 Punkte), die Gestaltung und die Einbindung von Fotos, Grafiken oder Zeichnungen (maximal sechs Punkte) sowie der Gesamteindruck (maximal vier Punkte) ein.

Die Platzierungen:

Kategorie Förderschule
1.Michelle Steponek, Georg-Büchner-Schule Dreieich
2.Chantal Weber, BFZ Schlüchtern
3.Michael Maienschein, BFZ Schlüchtern
4.Kristin Chiara Krettler, Georg-Büchner-Schule Dreieich

Kategorie Hauptschule
1.Michel Fuchs, Weibelfeldschule Dreieich
2.Celine Viaggio, Weibelfeldschule Dreieich
3.Vanessa Münch, Hans-Elm-Schule Sinntal-Altengronau

Kategorie Realschule
1.Simon Gärtner, Brüder-Grimm-Schule Steinau a.d. Straße
2.Kathrin Heise, Kreisrealschule Gelnhausen
2.Hanna M. Vötsch, Kreisrealschule Gelnhausen
3.Matilda Kolb, Stadtschule Schlüchtern

Kategorie IGS
1.Tobias Buchhold, Henry-Harnischfeger-Schule Bad Soden-Salmünster
2.Laura Corzilius, Oswald-von-Nell-Breunung-Schule Rödermark
3.Luca Elsässer, Georg-Büchner-Schule Erlensee

Kategorie Gymnasium Sek.I
1.Johannes Pothe, Ricarda-Huch-Schule Dreieich
2.Emily Pfeifer, Ullrich-von-Hutten Gymnasium Schlüchtern
3.Lena Hosbach, Ullrich-von-Hutten Gymnasium Schlüchtern

Kategorie Gymnasium Sek II
1.Maximilian Viel, Hohe Landesschule Hanau
2.Laura Wischnewski, Hohe Landesschule Hanau
3.Eva Sophia Kuge, Hohe Landesschule Hanau

Mit ihrer Platzierung qualifizieren sich die Osthessen-Sieger für das Hessen-Finale. Diese Siegerehrung findet Anfang Oktober 2017 im Rahmen der Jahrestagung der Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT in Bad Nauheim statt.

Die Arbeitskreise SchuleWirtschaft Osthessen sind eingebunden in ein landesweites Netzwerk aus 40 Arbeitskreisen, in denen rund 130 Lehrkräfte und Vertreter der regionalen Wirtschaft ehrenamtlich aktiv sind. HESSENMETALL unterstützt und betreut diese Arbeitskreise personell und organisatorisch.

Bildergalerie

Zurück zur Übersicht