Projekt "I AM MINT": Kurzinterview mit Azubi-Mentor Robin, Azubi bei PRÄWEMA in Eschwege

Robin Wiegand (21) absolviert seine Ausbildung bei PRÄWEMA in Eschwege und will Industriemechaniker werden. Gleichzeitig ist er so genannter Azubi-Mentor. Wir wollten von ihm mehr über seine Ausbildung und den Titel „Azubi-Mentor“ wissen und haben ihm deswegen sechs Fragen gestellt.

Frage 1: Lieber Robin, du bist im 3. Ausbildungsjahr für den Industriemechaniker. Warum hast du dich gerade für diesen Beruf entschieden?

Ich habe mich für den Beruf Industriemechaniker entschieden, weil ich schon immer sehr gerne an sämtlichen Teilen rumgebastelt habe und weil mich die Mechanik sehr interessiert. Ich wollte einen Beruf, der mir Spaß macht und den habe ich durch ein Praktikum auch gefunden, in der Firma Präwema Antriebstechnik GmbH in Eschwege.

Frage 2: Wie sieht dein Berufsalltag aus, und was gefällt dir besonders gut daran?

Im Moment bereite ich mich auf meine Abschlussprüfung vor, die im Januar 2018 stattfindet. Ansonsten werden die Azubis in mehreren Abteilungen eingesetzt, um dort den anderen Arbeitern zu helfen und um schon mal zu gucken, was später auf sie zu kommen wird. In den einzelnen Abteilungen lernen die Auszubildenden auch die Gesellen besser kennen, was ich auch sehr gut finde.

Frage 3: Wie sehen deine Zukunftspläne nach deiner Ausbildung aus?

Nach der Ausbildung möchte ich in die Montage-Abteilung und dort erst einmal ein paar Jahre arbeiten. Vielleicht mache ich dann später noch meinen Meister oder Techniker. Im Moment konzentriere ich mich erstmal auf meine Prüfung.

Frage 4: Du bist Azubi-Mentor. Kannst du uns erklären, was das bedeutet und wie du dazu gekommen bist?

Unser Ausbildungsleiter (Michael Stey) kam auf uns zu und fragte, ob wir nicht Lust hätten, eine Schulklasse für einen Tag zu betreuen. Darauf antworteten Auszubildender Niklas Mell und ich mit einem klaren „Ja“. Im März fuhren dann Niklas und ich nach Bad Nauheim zu einem zweitägigen Azubi-Mentoren Lehrgang. Dort lernten wir, wie man richtig mit Schülern, die kurz vor dem Berufsleben stehen, umzugehen hat. Ein Azubi-Mentor hat die Aufgabe, Schülern etwas beizubringen, wie z. B. in der Schule; ein Lehrer bringt den Schülern etwas bei. Der einzige Unterschied ist, dass der Azubi-Mentor und der Schüler fast noch gleichalt sind. Die beiden Parteien sind auf einer Augenhöhe, das ist eine der wichtigsten Regeln bei einem Mentor.

Frage 5: Welche Erfahrungen hast du bisher damit gemacht, und was sagt dein Ausbilder zu deinem Engagement als Azubi-Mentor?

Bis jetzt durfte ich erst eine Schulklasse betreuen, und das hat mir sehr viel Spaß gemacht, mit den Schülern zu arbeiten und ihnen den Beruf Industriemechaniker näher zu bringen. Ich würde diesen Lehrgang jeder Zeit wieder machen, weil es aufregend war und wir viel Spaß zusammen hatten. Mein Ausbilder (Michael Stey) hatte den Eindruck, dass wir dadurch viele Jugendliche für einen technischen Bereich begeistern konnten. Die Arbeit als Mentor wurde sehr gut ausgeübt.

Frage 6: Welchen Rat kannst du Schülerinnen und Schülern bei ihrer Berufswahl mit auf den Weg geben?

Die Schüler sollen, bevor sie die Berufsausbildung anfangen, ein Praktikum von mindestens einer Woche absolvieren, um auch wirklich diesen Beruf kennen zu lernen. Natürlich sollten die Schüler schon im Vorfeld überlegen, wo ihre Stärken und Schwächen liegen.

Vielen Dank, Robin!

Hintergrund zum Projekt „I AM MINT“

Zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses in naturwissenschaftlich-technischen Berufen (MINT) möchte die hessische Landesregierung und die Bundesagentur für Arbeit mit Unterstützung der hessischen Wirtschaft mehr junge Menschen für eine MINT-Berufsausbildung begeistern und gewinnen. Seit März 2012 wird das Projekt von SCHULEWIRTSCHAFT mit großem Erfolg umgesetzt: Hessenweit konnten so bereits über 300 Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen, davon 70 aus Nordhessen, fixiert werden. Über 3.300 interessierte Schüler, davon rund 600 aus Nordhessen, haben einen praxisnahen Zugang zu hessischen Unternehmen.

Fragen an:

Petra Draschoff-Hennig, Projektkoordinatorin „I AM MINT“
Region Nordhessen

Tel. 0561 1091-325
draschoff@iammint.de
www.iammint.de

 

 

 

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